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http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:0221-201008263031

Titel: Kartierung von Tc-99, I-129 und I-127 im Oberflächenwasser der Nordsee
Autor(en): Nies, H.Goroncy, I.Hermann, J.Michel, R.Daraoui, A.Gorny, M.Jakob, D.Sachse, R.Tosch, L.Nielsen, S.P.Dawdall, M.Rudjord, A.L.Gäfvert, T.Synal, H.-A.Stocker, M.Alfimov, V.
Herausgeber: Bundesamt für Strahlenschutz (BfS)
Sonstige Körperschaft(en): Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH), HamburgZentrum für Strahlenschutz and Radioökologie, Leibniz Universität HannoverRisø-National Laboratory, Roskilde, DänemarkNorwegian Radiation Protection Authority, NorwegenIon Beam Physics, Paul Scherrer Institute and ETH Zürich, Schweiz
Erscheinungsdatum: Aug-2010
Reihe(n): Ressortforschungsberichte zur kerntechnischen Sicherheit und zum Strahlenschutz ; 31/10
Reportnummer(n): BfS-RESFOR-31/10
URN(s): urn:nbn:de:0221-201008263031
Schlagwört(er): RadioaktivitätJod-127
Zusammenfassung: Mit mehr als 60 Messpunkte wurde eine Radionuklid-Kartierung der gesamten Nordsee, des Englischen Kanals und Teile der Irischen See vorgenommen. Neben I-129, I-127 und Tc-99 wurden H-3, Sr-90, Cs-137, Am-241, Pu-238 und Pu-239,240 erfasst. Jod erweist sich im Meerwasser als ein sehr konservativer Tracer. Die I-127-Konzentrationen variieren in der Regel nur wenig (40,7 ± 6,2 ng/g), Ausnahmen sind küstennahe Bereiche bzw. in der Umgebung von Flussmündungen. Im Vergleich zu früheren Messungen zeigt sich ein kontinuierlicher Anstieg der I-129-Gehalte, mit derzeitigen I-129/I-127 Isotopenverhältnissen von 1E-8 bis 1E-6, die weit über dem pränuklearen Isotopenverhältnis von 10-12 liegen. Diese Variation wird durch die Beimengungen von anthropogenem I-129 verursacht. Die wesentlichen Quellen sind die Wiederaufarbeitungsanlagen La Hague und Sellafield. Tc-99 zeigt die größten Aktivitätskonzentrationen in der südlichen und zentralen Nordsee. Sellafield war ab 1994 über etwa zehn Jahre lang der Hauptemittent von Tc-99. Tc-99 kann genutzt werden, um die Herkunft des I-129 zu bestimmen. Der Kanal, die Küstenregion Belgiens, der Niederlande, Deutschlands und Dänemarks wird hauptsächlich von La Hague, die zentrale Nordsee von Sellafield beeinflusst. Bedingt durch reduzierte Emissionen aus La Hague und Sellafield nimmt die Belastung durch Tc 99, Sr-90 und Cs-137 ab, letztere liegen meist nur unwesentlich über dem Bereich des globalen Fallouts. Derzeit sind die Konzentrationen aller in diesem Bericht behandelten Radionuklide radiologisch kaum relevant, dennoch sollte gerade in Hinblick auf das I-129 eine Überwachung erfolgen, da es bei Endlagern aufgrund seiner langen Halbwertszeit und der großen Mobilität in der Umwelt eines der kritischen Nuklide darstellt.
Thema / Themen:Ressortforschung
3 Ionisierende Strahlung

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