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http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:0221-2020051922008

Titel: Krisenkommunikation im radiologischen und nuklearen Notfallschutz - Umsetzung von Informationsstrategien und Konzepten in konkrete Handlungsempfehlungen und Informationsangebote unter Berücksichtigung moderner internetbasierter Kommunikationsformen - Vorhaben 3616S62555
Autor(en): Högg, RomanHoffmann, ChristianHolenstein, MatthiasRueß, Christina
Herausgeber: Bundesamt für Strahlenschutz (BfS)
Sonstige Körperschaft(en): Stiftung Risiko-Dialog St.GallenUniversität Leipzig, Institut für Kommunikations- und Medienwissenschaft
Erscheinungsdatum: 8-Jun-2020
Reihe(n): Ressortforschungsberichte zum Strahlenschutz ; 159/20
Reportnummer(n): BfS-RESFOR-159/20
URN(s): urn:nbn:de:0221-2020051922008
Zusammenfassung: Die Kommunikation von Inhalten rund um Radioaktivität, wie sie dem Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) obliegt, ist eine vielschichtige, komplexe Herausforderung. Die Lehren aus vergangenen Notfällen zeigen, dass unklare oder nicht zielgruppenspezifische Kommunikation zu einer übersteigerten Risikowahrnehmung der Bevölkerung führen und so eine Situation verschärfen kann, indem beispielsweise Ängste oder ein inadäquates Verhalten gefördert werden. Neben einer langjährigen Beschäftigung mit der Kommunikation im radiologischen Notfallschutz, hat sich das BfS u.a. dem Thema psychischer und sozialer Folgen bei Nuklearunfällen angenommen. Notfallmaßnahmen bei Nuklearunfällen können schwerwiegende Eingriffe in das Leben der Menschen darstellen. Dies lässt sich auch aus Forschungen zu den Reaktorkatastrophen von Tschernobyl und Fukushima erkennen. Solche und weitere psychosozialen Folgen und Rahmenbedingungen müssen daher bei der Kommunikation zwingend berücksichtigt werden. Radiologische oder nukleare Unfälle sind eine Extremsituation auch für die (Krisen-) Kommunikation. Solche Unfälle sind verbunden mit Zeitdruck, so dass für breite, öffentliche Diskursverfahren weder Zeit noch Ressourcen zur Verfügung stehen. Behörden müssen über Schutzmaßnahmen entscheiden, diese kommunizieren und Entscheide um- und durchsetzen. Dies kann nur funktionieren, wenn ein hohes Maß an Vertrauen herrscht, das in Zeiten vor einem Ereignis – im Rahmen der Risikokommunikation – aufgebaut werden muss. Dazu müssen auch die Kanäle und Inhalte bekannt sein, über welche und mit welchen die unterschiedlichen Zielgruppen zu adressieren sind. Das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) verfügt über Facheinheiten, welche die notwendige Kompetenz besitzen um die fachtechnischen Inhalte auch im Ereignisfall zu erarbeiten. Ferner verfügt das BfS über Strukturen der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, um mit Medien und Bevölkerung zu kommunizieren. Im Einsatzfall des Radiologischen Lagezentrums (RLZ) werden diese Facheinheiten in eine besondere Aufbauorganisation übergehen, die auch Strukturen der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit enthält. Um im „Normalfall“ und im Ereignisfall die o.g. Kommunikationsziele zu erreichen, bedarf es der Vorbereitung und Ausarbeitung von Strategien, Konzepten, Informationsinhalten sowie der Bereithaltung von geeigneten Informationskanälen und deren technischer Infrastruktur. Das BfS erarbeitet hierfür ein inhaltliches, organisatorisches und technisches Kommunikationskonzept. Das vorliegende Projekt soll dazu dienen, diese Konzepterstellung wissenschaftlich zu unterstützen und spezifische Fragen zur Kommunikationsstrategie hierfür zu beantworten. Das Ziel des Projekts ist die Erarbeitung und Bereitstellung von Bausteinen für einen konkreten praxistauglichen Leitfaden für die Risiko- und Krisenkommunikation im nuklearen Notfallschutz.
Thema / Themen:3 Ionisierende Strahlung
Ressortforschung

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