DORIS
 

DORIS - Digitales Online Repositorium und Informations-System >
Veröffentlichungen des BASE >
BASE-Forschungsberichte zur Sicherheit der nuklearen Entsorgung >

Bitte benutzen Sie diese Kennung, um auf die Ressource zu verweisen:
http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:0221-2026031259256

Titel: Langzeitsicherheitsbewertungen für Auswahlentscheidungen im deutschen Standortauswahlverfahren für hochradioaktive Abfälle : Abschlussbericht des Forschungsprojektes METIENS ; FKZ 4722B10503
Autor(en): Navarro, MartinFrieling, GerdHotzel, StephanKock, IngoMaurer-Rurack, UteWeyand, Torben
Herausgeber: Bundesamt für Strahlenschutz (BfS)
Ausgabe: Dezember 2025
Erscheinungsdatum: 24-Apr-2026
Reihe(n): BASE-Forschungsberichte zur Sicherheit der nuklearen Entsorgung ; 016/25
Reportnummer(n): BASE-016/25
URN(s): urn:nbn:de:0221-2026031259256
Schlagwört(er): LangzeitsicherheitStandortauswahlEndlagerunghochradioaktive AbfälleIndikatoren
Zusammenfassung: Das deutsche Standortauswahlverfahren für hochradioaktive Abfälle sucht den Endlagerstandort mit der bestmöglichen Sicherheit. Dazu muss abgeschätzt werden, wie sicher die in Frage kommenden Standorte über eine Million Jahre sind. Diese Sicherheitsabschätzung erfolgt unter Ungewissheiten und ist deshalb ungenau. Kann sie so ungenau werden, dass nicht mehr zuverlässig bestimmt werden kann, welcher Standort sicherer ist? Das Forschungsprojekt METIENS des Bundesamtes für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung (BASE) beschäftigte sich mit dieser Forschungsfrage theoretisch. Das Projekt identifizierte sicherheitsbezogene Argumente, die einen Ausschluss von Teilgebieten, Standortregionen oder Standorten rechtfertigen können. Anschließend analysierte es, wie die Langzeitsicherheit bewertet werden muss, um diese Argumente zu stützen. Die Forschungsergebnisse zeigen, dass Sicherheitsvergleiche in bestimmten Situationen unzuverlässig werden und dann allenfalls Scheinerfolge erzielen können. Unterschiedliche Vergleichsmethoden besitzen spezifische Anwendungsgrenzen, die nicht immer offensichtlich sind. Es ist wichtig, diese Anwendungsgrenzen frühzeitig zu identifizieren, damit festgestellt werden kann, wann Sicherheitsvergleiche nicht mehr zielführend sind und alternative Entscheidungskriterien herangezogen werden sollten. Auf diese Weise kann unnötiger Verfahrensaufwand vermieden werden.The German site selection procedure for the final disposal of high-level radioactive waste aims at finding the repository site with the best possible safety. This requires estimating how safe the candidate sites will be over a period of one million years. Safety estimates of that kind are subject to uncertainty and therefore inaccurate. Can they become so inaccurate that it is no longer possible to tell which site is safer? This research question was addressed theoretically in the research project METIENS, which was conducted by the Federal Office for the Safety of Nuclear Waste Management (BASE). The project identified safety-related arguments that can justify the exclusion of sites. Subsequently, it analysed how long-term safety must be assessed in order to support these arguments. The findings suggest that safety comparisons may be unreliable under specific conditions, resulting in only nominal improvements to safety. Different methods of safety comparison each have distinct limits of applicability, which are not always obvious. Identifying these limits is crucial for determining when safety comparisons lose their effectiveness and alternative decision criteria should be applied. This may help to avoid unnecessary effort in the site selection procedure.
Thema / Themen:BASE-Forschungsberichte zur Sicherheit der nuklearen Entsorgung

Datei(en) zu dieser Ressource:

Datei Beschreibung GrößeFormat
BASE-016-25.pdf1,29 MBAdobe PDFÖffnen/Anzeigen

Alle Ressourcen in DORIS sind urheberrechtlich geschützt. Weitere Informationen entnehmen Sie bitte der Lizenz (s. Spalte links).